OTZENRATHER SPRUNG

OTZENRATHER SPRUNG

Kino Hitch
19:00 Uhr
Eintritt: 5,-€

D 2001 • 63 Min. • FSK: frei o.A. • Regie: Jens Schanze

In Deutschland werden bis zum Jahr 2045 zwanzig Ortschaften wegen des Braunkohletagebaus umgesiedelt. Der Film Otzenrather Sprung begleitet die Einwohner dreier Dörfer im Rheinischen Braunkohlerevier während ihres letzen Jahres in der alten Heimat und dokumentiert, wie eine ganze Region auf ihre kollektive Umsiedlung vorbereitet wird.
"Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Planung des neuen Hauses!" Das ruft ein Direktor der Rheinbraun AG im März 2000 einigen Dutzend Menschen in der Turnhalle eines kleinen Dorfes bei Köln zu. An Stellwänden hängen Grundrisse von Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern. Die Rheinbraun AG, ein Tochterunternehmen des RWE-Energie-Konzerns, hat Grosses vor. Sie will etwa 17 rheinische Ortschaften umsiedeln, um die darunter liegende Braunkohle zu gewinnen. Aus der Braunkohle wird Strom erzeugt, der während der kommenden Jahrzehnte zur Energieversorgung der Bundesrepublik Deutschland beitragen soll. Für 12.000 Menschen bedeutet das den Verlust ihrer Heimat.

Drehort: Otzenrath


OTZENRATH 3° KÄLTER

OTZENRATH 3° KÄLTER

Kino Hitch
20:30 Uhr
Eintritt: 7,-€ / erm. 6,-€

D 2007 • 81 Min. • FSK: frei o.A. • Regie: Jens Schanze

 

Der Film OTZENRATH 3° KÄLTER erzählt die Geschichten einiger Bewohner des niederrheinischen Dorfes Otzenrath. Innerhalb von fünf Jahren wurde ihr gesamter Ort umgesiedelt. Es ist der erste von zwölf weiteren, die im Laufe der kommenden 40 Jahre dieses Schicksal teilen werden, weil sie dem Braunkohletagebau "Garzweiler II" im Wege stehen. Jens Schanze setzt die im Jahr 2000 mit dem Film "Otzenrather Sprung" begonnene Erzählung fort. Es gibt ein Wiedersehen mit den Menschen von damals, die versuchen, "Neu-Otzenrath" zu ihrer Heimat zu machen.
"Der Energieträger Braunkohle ist für Deutschland einer der ganz wesentlichen Energieträger. Ich wünsche ihnen viel Glück bei diesem Bau und eine gute Zukunft für die Bundesrepublik Deutschland" ruft die Bundeskanzlerin den Vertretern der RWE AG in Grevenbroich-Neurath anlässlich der Grundsteinlegung für das modernste Braunkohlekraftwerk der Welt zu. "Gratulation an Sie alle, Sie haben ein todschickes, neues Dorf hier" ruft der Direktor des Tagebaus Garzweiler II den Otzenrathern im Kirmeszelt zu. "Ich denke mal, dass die energiepolitischen Probleme nicht so groß waren, dass das alles von Nöten war" sagt der junge Landwirt Markus Mohren und betrachtet die Fläche, auf der bis vor kurzem das 700 Jahre alte Dorf Otzenrath stand.

Drehort: Otzenrath