SCHNEE VON GESTERN

Filmforum im Museum Ludwig

ifs-Begegnungen: Anschließend Gespräch mit der Produzentin Melanie Andernach und der Regisseurin Yael Reuveny

09. November -- 17:00 Uhr

Eintritt: frei

 

D/Israel 2013 100 Min.Regie: Yael Reuveny

Die Geschwister Michla und Feiv'ke sind die einzigen Überlebenden der jüdischen Familie Schwarz aus Wilna. Bei Kriegsende verpassen sie sich am Bahnhof im polnischen Lodsch. Beide ziehen einen Schlussstrich unter ihre bisherigen Biographien und gründen eigene Familien. Michla wandert nach Palästina aus, während ihr Bruder Feiv'ke unter dem Namen Peter Schwarz nach Deutschland an den Ort zurückkehrt, wo er einst im KZ inhaftiert war. Ihren Kindern und Enkeln aber lässt das verpatzte Treffen keine Ruhe. Die Regisseurin, Enkelin von Michla, begibt sich auf Spurensuche nach einer Familientragödie, die bis in die Generation der Enkel nachwirkt. Dabei rührt sie an substanziellen Fragen zu Verrat, Verdrängung und Versöhnung.

So ist Schnee von gestern nicht primär ein Film über die Vergangenheit, sondern vor allem das bewegende Porträt einer Familie und deren Auseinandersetzung mit ihrer unglaublichen Geschichte der Perspektive der dritten Generation.

Am NRW Kinotag sind die Produzentin Melanie Andernach und die Regisseurin Yael Reuveny mit ihrem Dokumentarfilm Schnee von gestern in der Reihe zu Gast. Melanie Andernach ist Absolventin der ifs und Mitinhaberin der Kölner Produktionsfirma Made in Germany, die Israelin Yael Reuveny hat an der Sam Spiegel Film & Television School in Jerusalem studiert und arbeitet seit 2005 als Filmemacherin in Berlin. Ihr Debütfilm Schnee von gestern wurde bereits mit zahlreichen int. Preisen ausgezeichnet, darunter der Preis für den besten Dokumentarfilm auf dem Haifa Filmfestival, der DEFA Preis für den besten Dokumentarfilm bei Dok Leipzig und der Hauptpreis beim Filmfestival Schleswig-Holstein. Gefördert wurde der Film u.a. von der Film- und Medienstiftung NRW. Melanie Andernach und Yael Reuveny haben sich an der ifs im Rahmen des internationalen Kooperationsprojekts A Triangle Dialogue kennengelernt.


HEDY LAMARR - SECRETS OF A HOLLYWOOD STAR

Filmpalette

09. November -- 15:00 Uhr

Eintritt: 7,- € / erm. 6,- €

 

CH/D/CDN 2006 85 Min. Regie: Donatello Dubini, Fosco Dubini, Barbara Obermaier

Was haben die "schönste Frau der Welt" und das Mobiltelefon gemeinsam? In jedem Fall einen Namen: Hedy Llamar. Die Wiener Hollywood-Diva und Handy-Pionierin wurde durch den erotischen Skandalfilm Ekstase von 1933 in Europa populär. Unter dem glamourösen Pseudonym Hedy Lamarr drehte sie in Hollywood mehr als 25 Filme, darunter ihren Welterfolg Samson und Delilah. Der Film zeigt das Psychogramm einer Frau, die von Hollywood in die Sterne gehoben und dann fallengelassen wurde, die ein Millionenvermögen an Gagen erhielt und bei Ladendiebstählen erwischt wurde, die einst begehrt und vergöttert am Schluss ihres Lebens allein und vereinsamt in einem kleinen Ort in Florida starb.


Produziert von Fosco und Donatello Dubini aus Köln


HOUSTON

Filmpalette

Regisseur Bastian Günther zu Gast!

09. November -- 17:00 Uhr

Eintritt: 7,- € / erm. 6,- €

 

D/USA 2013 107 Min.Regie: Bastian Günther Mit: Ulrich Tukur, Wolfram Koch, Garret Dillahunt, u.a.

Es läuft nicht gut für Clemens Trunschka. Der beste Freund des Headhunters ist der Alkohol. Nur mühsam schafft es Trunschka, seine Existenz als funktionierender Alkoholiker aufrecht zu erhalten, während er für seine Familie kaum mehr als eine physisch anwesende Hülle ist. Seine Ehe droht an der Sucht genauso zu zerbrechen wie er selbst. Als er jedoch von einem großen deutschen Automobilkonzern den Auftrag erhält, den amerikanischen CEO von HOUSTON-PETROL, Steve Ringer, als neuen Vorstandsvorsitzenden anzuwerben, sieht Trunschka die Gelegenheit sein Leben wieder in die richtige Bahn zu lenken.

Nachdem eine erste Kontaktaufnahme in Deutschland scheitert, reist Trunschka nach Houston, Texas. Doch der Auftrag entpuppt sich als schwierig, denn Ringer aus auch dort nicht zu fassen. Die Jagd verschwimmt im Rausch, die Lage scheint mehr und mehr ausweglos. Egal was Trunschka versucht, er kommt seinem Ziel nicht näher. Die Reise wird zu einer Tortur, bis Trunschka neue Hoffnung schöpft, als der ähnlich einsame Robert Wagner wie eine Naturgewalt in sein Leben platzt.


poetry/film

Odeon

Im Vorprogramm: "Zwischenräume. Wörter und Bilder" - 8 Miniaturen der FH Düsseldorf

09. November -- 14:00 Uhr

Eintritt: 5,- €

 

Zu ihrem 25jährigen Gründungsjubiläum hat die Kunststiftung NRW die Kunsthochschule für Medien Köln eingeladen, sich mit Texten junger Lyrikerinnen und Lyriker aus NRW in freier künstlerischer Bearbeitung filmisch zu beschäftigen. In der Seminar-Reihe "poetry/film", geleitet von Andreas Altenhoff, Thomas Bauermeister, Sonja Hofmann und Sophie Maintigneux, sind seit Herbst 2013 elf filmische Versionen ausgewählter Gedichte entstanden.


In Anwesenheit der Filmemacher_innen sowie einer Lyrik-Lesung mit Marie T. Martin und Adrian Kasnitz.

 

März von Bazon Rosengarth & Ronida Alsino (2014 5:15 Min.)

Reise zum Mond von Mo Jäger (2014 7 Min.)

Julielegie von Svenja Jöres (2014 3 Min.)

Ein Wabenwunsch von Valeria Matehba (2014 5:20 Min)

Starring Helen of Troy von Miriam Gossing & Stephanie Glauber (2014 6:30 Min.)

Nacht von Hamed Mohammadi (2014 6 Min.)

Wochenende von Julian Pawelzik & Julian Pache (2014 5:40 Min.)

Absatz nach Trennung von Deren Ercenk (20145:40 Min.)

Die Beschaffenheit der Dinge von Michel Dulisch (2014 7:22 Min.)

Seren von Marie-Claire Delarber (2014 3:25 Min.)

Hausen von Quimu Casalprim (2014 9:20 Min.)